Hilfe, ich habe Platzangst

yulia cafe mit schleifen randHallo zusammen!

Also ich weiß ja nicht, ob es mir dieses Semester nur so vorkommt, aber wo bitte kommen die ganzen Studis her? Das waren doch letztes Semester noch nicht so viele!?! Egal, wo man ist, überall ist es einfach nur voll!

Die Kurse sind übervoll, aber wenn man rein gekommen ist, darf man sich ja nicht beschweren. In die Mensa um 12Uhr braucht man schon mal gar nicht zu gehen, denn die Situation dort kann ich nur mit einem Wort beschreiben: Hölle! Wenn ich Hunger habe, werde ich ja eh zur Diva – ja, richtig wie in der Snickerswerbung – aber wenn ich dann auch noch gefühlte 5 Stunden in einer meterlangen Schlange warten muss, bis ich was essen kann, ist das für mich so ziemlich das Schlimmste, was der Tag bieten kann.

Zum Glück bin ich keine Bib-Lernerin, denn auch dort ist es voll. Jetzt schon. Wenn man in der Klausurenphase dort lernen möchte, sollte man vielleicht dort übernachten, so à la Apple Store beim neuen iPhone.

Was mich dann wieder mehr betrifft, sind die ganzen Leute in den Sportkursen. Hatte ich im letzten Semester noch freie Platzwahl im Yogakurs, ist dieses Semester Pünktlichkeit angesagt. Wer nicht mindestens 15 Minuten früher vor der Tür steht, für den sieht es schlecht aus. Denn hier heißt es ganz klar: Die Letzten werden nicht die Ersten sein, sondern bleiben draußen.

Und wenn man es doch geschafft hat, einen der wenigen freien Plätze in der Halle zu ergattern – das heißt in der Praxis: In die Halle stürmen, Yogamatte in einen winzigen Spalt zwischen zwei anderen Matten quetschen und das heiß erkämpfte Revier zu verteidigen – dann stellt sich schon die nächste logistische Herausforderung: Wie bitte sollen so viele Menschen auf viel zu wenig Platz zusammen Sonnengruß und Co. üben, ohne sich ständig gegenseitig in die Quere zu kommen? Puh, und das soll jetzt entspannend sein?

Vielleicht habe ich ja auch das ganze Konzept hinter ‚Yoga‘ falsch verstanden und es geht letztendlich gar nicht darum, sich selbst zu finden, sondern vielmehr darum, während des „Dreibeinigen Hundes“ die Füße der Nachbarin in seinen Haaren zu finden. Vielleicht gehört es auch zu den traditionellen fernöstlichen Entspannungstechniken, sich mit dem Gefühl einer Sardine in der Dose vertraut zu machen, bevor man zur völligen Entspannung findet.

Vielleicht helfen einem aber auch gerade solche Extremsituationen, am nächsten Tag ein kleines Bisschen relaxter in der langen Mensaschlange zu stehen.

Eben heute bin ich mit einem seligen Buddha-Grinsen an der Kantinenfrau vorbeigeschwebt – auf meinem Tablett ein buntes Sortiment an Schokoriegeln als Dessert. Vielleicht hatte die Snickers-Werbung doch nicht ganz Unrecht.

In diesem Sinne: Ommmmm!

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5 Kommentare zu “Hilfe, ich habe Platzangst

  1. Solche extreme Überfüllung ist schade – bei der Mensa vor allem auch, wenn man sein Essen dann endlich hat und anschließend keinen Platz findet, wo man sich hinsetzen könnte!

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